Freiwillige Feuerwehr
Früher war für die Freiwillige Feuerwehr die Hauptaufgabe das Löschen von Bränden an Haus und Hof. Doch in der Zwischenzeit haben sich die Anforderungen an die Freiwillige Feuerwehr erheblich verändert. Die Aufgaben sind vielschichtiger und anspruchsvoller geworden.Früher war die Feuerwehr meist mit selbst einfachen Hilfsmitteln wie Wassereimer, Schlauch und einfachen Handpumpen ausgestattet. Zur damaligen Zeit dachte man noch nicht an die Gefahren von Rauchgasen und Ölverschmutzungen und vieles mehr. Heute verfügt eine gut ausgestattete Feuerwehr zur Brandbekämpfung über ein Hydrantennetz, das an der zentralen Wasserversorgung der jeweiligen Orte angeschlossen ist. Die Ausstattung der Feuerwehrleute mit modernen Atemschutzgeräten ist für die heute Brandbekämpfung unerlässlich, um Menschen schnell aus dem Gefahrenbereich zu retten. Die meisten Freiwilligen Feuerwehren sind mit modernstem Gerät ausgestattet, um im Ernstfall schnelle und professionelle Hilfen leisten zu können. Neben den Freiwilligen Feuerwehren in den einzelnen Gemeinden und Städten, gibt es immer auch so genannte Stützpunktfeuerwehren. Diese besitzen umfangreichere Ausrüstung und werden deshalb nach Bedarf bei Großeinsätzen zur Unterstützung angefordert.
Aufgaben der freiwilligen Feuerwehr
Eine Freiwillige Feuerwehr in Deutschland besteht hauptsächlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern und teilweise hauptamtlichen Kräften wie beispielsweise für den Rettungsdienst. Die Freiwilligen Feuerwehren werden zu folgenden Einsätzen gerufen:
- Brandbekämpfung
- Verkehrsunfälle
- Ausgelaufenes Öl
- Wohnungsbrand
- Umgestürzte Bäume
- Unterstützung der Polizei
- Ölspur- und Ölteppichbeseitigung
- Erstversorgung nach einem medizinischen Notfall
- Ölverschmutzung von Gewässern
- Notfalltüröffnung bei hilflosen Personen in der Wohnung oder im Aufzug
- Wassereinbruch oder Wasserrohrbruch
- Entfernung gefährlicher Wespennestern
- PKW-Brand
Organisation der freiwilligen Feuerwehr
Im ländlichen Raum trifft man typischerweise auf das Feuerwehrgerätehaus, wo die Gerätschaften zwischen den Einsätzen gelagert werden. Zuständig für den Einsatz der freiwilligen Feuerwehr ist der Feuerwehrkommandant. Helfer an seiner Seite im Alltag sind der verantwortliche Gerätewart und der Funker, der die einzelnen Feuerwehrleute im Notfall benachrichtigen kann.Um in die Einsatzabteilung einer Freiwilligen Feuerwehr eintreten zu können, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Der Bewerber muss in der Regel körperlich und geistig geeignet sein und ein bestimmtes Mindestalter (abhängig vom jeweiligen Bundesland zwischen 16 und 18 Jahren) haben. Die Ausbildung für die Freiwillige Feuerwehr findet in der Regel auf kommunaler Ebene und auf Landesebene statt. Neben der Grundausbildung ist sie in weiterführende Führungs- sowie technische Ausbildungsmodule aufgegliedert. Mit Dauer der Zugehörigkeit zur Einsatztruppe, dem Erwerb zusätzlicher Qualifikationen und der Wahrnehmung von Funktionen können die freiwilligen Mitarbeiter in der Hierarchie der Dienstgrade aufsteigen. In größeren Städten kann die Freiwillige Feuerwehr eine Berufsfeuerwehr unterstützen. Besonders bei Großschadensereignissen werden sie zur Ablösung nach längeren Einsätzen und bei einer Vielzahl von Ereignissen wie Sturm und Großveranstaltung mit Risikopotential zur Unterstützung angefordert. Zu Beginn eines jeden Einsatzes steht die Alarmierung der Feuerwehrleute. Dies kann besonders bei Freiwilligen Feuerwehren ein nicht zu unterschätzendes Problem darstellen, da sich die meisten Mitglieder außer Haus am Arbeitsplatz, zu Hause oder unterwegs befinden, die der alarmierenden Leitstelle nicht direkt bekannt sind. Abhilfe hierzu dient ein Funkmeldeempfängergerät.
